Warum Management für die Schule?

Wenn manche glauben, dass man mit einer solchen systematischen Lernplanung doch wieder einen Teil der ohnehin knappen Zeit verliert, dann ist das ein grundlegender Irrtum. Manager in der Wirtschaft verwenden oft bis zu einem Zehntel ihrer Zeit dafür, zu erledigende Aufgaben zu ordnen und in Teilaufgaben zu zerlegen.

Im Prinzip ist das Organisieren und Planen der Arbeiten für die Schule eine vergleichbare Management-Aufgabe, auch wenn es hier nicht darum geht, die meisten Aufgaben anderen Personen zuzuteilen, sondern hier der Leiter des Unternehmens Schule zugleich der einzige Angestellte ist – eine Ich-AG sozusagen ;-)

Auch als Schüler sollte man sich die Bedeutung eigenverantwortlichen Arbeitens - und damit auch des Managements seiner eigenen Aufgaben und Arbeiten - klar machen, heißt es in den Lerntipps für Schlüsselqualifikationen. Auch die Grundschulen in Hannover setzen zum Teil schon beispielhaft auf diverse Methodentrainings, bei denen rasches Lernen, Markieren, Strukturieren oder Visualisieren eingeübt werden. Das Methodentraining nach Klippert, welches in mehreren Bundesländern Deutschlands auf ministeriellem Weg in die Lehrerfortbildung eingeführt wurde, ist nur eines davon.

Aus psychologischer Sicht hilft eine solche Planung, aus einer scheinbar nicht überschaubaren Stoffmenge eine überschaubare zu machen. Das ist deshalb so wichtig, da das Unbekannte stets als bedrohlicher erlebt wird als das Bekannte.

Durch das Auflegen und Ordnen entsteht jedoch nicht nur die Überschaubarkeit des tatsächlichen Umfangs der Arbeiten, sondern auch eine Reihenfolge, die zumindest das Gefühl verleiht, mit dem Dringendsten/am richtigen Ende anzufangen.

Ein weiteres Hilfsmittel – vor allem bei sehr umfangreichen Aufgaben - ist das Zerlegen in Teilaufgaben, so wie es Sebastian beim Stoff für die Mathematikschularbeit getan hatte. Kleinere Aufgaben kann man in kürzerer Zeit erledigen und jedes Häkchen auf der "To-do-Liste" (so bezeichnen Manager oft die Listen der an einem Tag oder einer Woche zu erledigenden Aufgaben) verleiht einem das gute Gefühl, wieder etwas geschafft zu haben.



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