Praktische Lerntipps - Foren

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Praktische Lerntipps - Foren Foren-Übersicht - Praxis des Lernens - Prüfungsangst - Neue Antwort erstellen

Stressfaktor


Anmeldedatum: 14.02.2009
Beiträge: 3

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Beitrag Sa Feb 14, 2009 10:12 pm   Antworten mit Zitat      



Hatte vor Jahren eine mündliche Prüfung, in der ich durchgefallen bin und aufgrunddessen nicht weiterstudieren konnte. Es folgte eine lange Zeit der Depression, bis ich mich für ein anderes Fach entschieden habe. Mein Problem ist jetzt aber, dass ich durch diese Erfahrung sehr große Angst vor mündlichen Prüfungen habe und dermaßen eingeschüchtert bin, dass ich regelmäßig schlecht abschneide. Obwohl ich gut gelernt habe, will mir in einer Prüfungssituation nichts einfallen, als hätte ich gar nichts gelernt!
Was kann ich dagegen tun? Gibt es eine Möglichkeit das in den Griff zu bekommen?



f.j.neffe


Anmeldedatum: 16.09.2008
Beiträge: 12
Wohnort: Pfaffenhofen
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Beitrag Fr März 06, 2009 3:30 pm   Antworten mit Zitat      



Stressfaktor hat Folgendes geschrieben:
Hatte vor Jahren eine mündliche Prüfung, in der ich durchgefallen bin und aufgrunddessen nicht weiterstudieren konnte. Es folgte eine lange Zeit der Depression, bis ich mich für ein anderes Fach entschieden habe. Mein Problem ist jetzt aber, dass ich durch diese Erfahrung sehr große Angst vor mündlichen Prüfungen habe und dermaßen eingeschüchtert bin, dass ich regelmäßig schlecht abschneide. Obwohl ich gut gelernt habe, will mir in einer Prüfungssituation nichts einfallen, als hätte ich gar nichts gelernt!
Was kann ich dagegen tun? Gibt es eine Möglichkeit das in den Griff zu bekommen?


Wenn man eh schon schwach und verzagt ist und dann mit diesen geringen Kräften auch noch gegen die Angst antreten will, dann ist der Misserfolg schon programmiert. Es ist auch nicht die Lösung, etwas in den Griff zu bekommen, denn Lösung bedeutet ja Loslassen und nicht Festhalten. Leider wird aber in der Pädagogik oft das Gegenetil von Lösung für Lösung verkauft; die Ergebnisse sind bekannt, das Scheitern wächst.
Schaun wir doch mal ganz praktisch hin: Womit könnte man das Problem lösen, wenn nicht mit den Kräften, die man dafür hat? Mit diesen verzagten, verunsicherten, zu kleinen Kräften. Da ist die Aufgabe doch klar: Wir müssen sie stärken, kräftigen, wachsen machen, diese, unsere Kräfte und es gibt ein ausgezeichnetes, praxisbewährtes Mittel, mit dem das sogar nich Minuten vor der Prüfung klappen kann: Autosuggestion. Und noch genauer: die Autosuggestion von Émile Coué. Der ging nämlich als einziger mit diesem Werkzeug für Lebensproblemlösung so exakt um, dass er damit Welterfolg errang. Jedes Jahr kamen Zehntausende mit den Problemen, bei denen ihnen niemand hatte helfen können, in Coués öffemtliche, unentgeltliche Sitzungen nach Nancy. Und es sind aus diesen öffentlichen Sitzungen keine Misserfolge bekannt geworden sondern nur ganz erstaunliche Ergebnisse.
Coué demonstrierte die Wirkung der Gedanken konkret. Jeder Mensch kann ja nur einen Gedanken auf einmal denken, also sorgte Coué dafür, dass jemand, der nicht konnte, eine Minute lang so schnell wie ein Motor das "Ichkannichkannichkannichkann...." wiederholte. Nach einer Minute IHCHKANN ist der Mensch von unten bis oben vol ICHKANN, und wenn nur noch ICHKANN drin ist, kann auch nur noch ICHKANN rauskommen. Die Betreffenden konnten dann z.B. frei sprechen, oder wieder hören und sehen, wo dies zuvor z.T. extrem eingeschänkt war; dies gilt natürlich auch für seelische Probleme. Wenn Du also keinen Coué-Lehrer greifbar hast, dann würde ich die 7,50 oder 12.90 Euro für ein kleines Coué-Büchlein riskieren, das man in jeder Buchhandlung bekommt. Um seinen Besuchern zu demonstrieren, dass es überhaupt nicht auf ihn sondern nur auf jeden selbst ankomme, las er ihnen zu Beginn seiner Sitzung Schreiben von Menschen aus Australien oder Amerika vor, die ihn nie gesehen und nur sein kleines Büchlein gelesen und seine Ratschläge daraus befolgt hatten. So wünsche ich auch Dir und allen, die ihre Kräfte noch klugerweise geistig selbst so stärken, dass für Angst kein Platz mehr bleibt, guten Erfolg.
Franz Josef Neffe



Stressfaktor


Anmeldedatum: 14.02.2009
Beiträge: 3

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Beitrag Fr März 06, 2009 6:06 pm   Antworten mit Zitat      



Vielen Dank! ich werde auf jeden Fall den Ratschlag annehmen und mir das Buch kaufen. Ich hoffe es hilft! Ich werde dann schreiben, ob es mir geholfen hat!!!!



Sandra


Anmeldedatum: 01.07.2010
Beiträge: 1
Wohnort: Freiburg
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Beitrag Do Jul 01, 2010 3:54 pm   Antworten mit Zitat      



Stressfaktor hat Folgendes geschrieben:
Hatte vor Jahren eine mündliche Prüfung, in der ich durchgefallen bin und aufgrunddessen nicht weiterstudieren konnte. Es folgte eine lange Zeit der Depression, bis ich mich für ein anderes Fach entschieden habe. Mein Problem ist jetzt aber, dass ich durch diese Erfahrung sehr große Angst vor mündlichen Prüfungen habe und dermaßen eingeschüchtert bin, dass ich regelmäßig schlecht abschneide. Obwohl ich gut gelernt habe, will mir in einer Prüfungssituation nichts einfallen, als hätte ich gar nichts gelernt!
Was kann ich dagegen tun? Gibt es eine Möglichkeit das in den Griff zu bekommen?


Hallo,
ich denke schon, dass Sie das Problem in den Griff bekommen können. Nur stimme ich mit der Suggestion meines Vorgängers nicht so überein. Wenn eine Blume am verdörren ist bringt es nichts wenn man ihr sagt: "Du blühst wunderbar.". Sie benötigt eine Aktion, nämlich in Form von Wassergabe und Pflege - und zwar in einer sinnvollen Art und Weise. Kakteen brauchen weniger Wasser als andere Zimmerpflanzen. Manche brauchen mehr Licht, manche eher Halbschatten.
Ähnlich verhält es sich mit Lernen und auch mit solchen Ängsten in Prüfungssitationen.

Um Ihnen ein paar Tipps geben zu können würde ich gerne wissen was Sie studieren, wie das Verhältnis zu den Dozenten ist und wie sich Ihre Vorlesungen gestalten. Ist es Frontalunterricht mit vielen Mitstudierenden oder ist die Lehr-/Lernsituation privater und persönlicher, da die "Klassengröße" kleiner ist? Haben Sie die Möglichkeit zu den Sprechstunden der Sie prüfenden Dozenten zu gehen? Gibt es bei Ihnen Lerngruppen, denen Sie Sich anschließen?

Sonnige Grüße, Sandra



f.j.neffe


Anmeldedatum: 16.09.2008
Beiträge: 12
Wohnort: Pfaffenhofen
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Beitrag Do Jul 01, 2010 7:52 pm   Antworten mit Zitat      



Sandra hat Folgendes geschrieben:
Hallo,
ich denke schon, dass Sie das Problem in den Griff bekommen können. Nur stimme ich mit der Suggestion meines Vorgängers nicht so überein. Wenn eine Blume am verdörren ist bringt es nichts wenn man ihr sagt: "Du blühst wunderbar.". Sie benötigt eine Aktion, nämlich in Form von Wassergabe und Pflege - und zwar in einer sinnvollen Art und Weise. Kakteen brauchen weniger Wasser als andere Zimmerpflanzen. Manche brauchen mehr Licht, manche eher Halbschatten.
Ähnlich verhält es sich mit Lernen und auch mit solchen Ängsten in Prüfungssitationen.

Sonnige Grüße, Sandra


Genau das stelle ich mir unter einem achtsamen Umgang mit den sensiblen Kräften des Geistes und der Seele vor, der sich seiner suggestiven Wirkung bewusst ist.
Ich versuche nur, noch ein weniger genauer zu sein: In den Griff bekommen ist nicht Lösung sondern Bindung der Kräfte. Es erstaunt mich, dass viele, wenn sie das Wort Suggestion hören, sich das dümmstmögliche darunter vorstellen, um es nur ja nicht genau anschauen zu müssen. Selbstverständlich kann man Suggestion strohdumm umgehen - und wir tun das ziemlich oft, eben weil wir nicht sorgfältig darauf achten. Letztlich hat alles was wir tun, sagen oder auch nur denken, eine (suggestive) Wirkung. Drum ist es wichtig, achtsam (suggestiv) zu wirken, und wahrzunehmen, "ob die Pflanze, Licht, Schatten, Wasser ..... braucht", und an der sorgfältig zu beobachtenden Wirkung auch etwas über sich selbst zu lernen. Da jeder in allem auch auf sich selbst wirkt,sollte die Selbstreflexion zu einer besseren Selbstkenntnis und zu mehr Einfluss auf sich selbst und darüber auch auf andere führen. Es ist allgemein vielzu wenig bekannt, wieviel der Mensch mit seinen Potentialen bei achtsamer Pflege und Stärkung erreichen kann.
Ob wir dafür den Begriff Autosuggestion verwenden, ist sekundär. Ich verwende ihn, a) weil er sachlich das Wesentliche sagt und b) weil ich in E.Coué (über den ich sehr sorgfältig und umfangreich recherchiert habe), ein konkretes Beispiel eines dienenden Menschen gefunden habe, der für seine konkreten Hilfen weltweit geachtet wurde. Jedes Jahr kamen einige zehntausend aus aller Welt in seine unentgeltlichen, öffentlichen Sitzungen und sie gingen mit einer neuen Einstellung zum Leben wieder.
Lasst uns also den durstigen Talenten Wasser geben! Guten Erfolg!
Franz Josef Neffe



Stressfaktor


Anmeldedatum: 14.02.2009
Beiträge: 3

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Beitrag So Jul 04, 2010 7:43 pm   Antworten mit Zitat      



Um Ihnen ein paar Tipps geben zu können würde ich gerne wissen was Sie studieren, wie das Verhältnis zu den Dozenten ist und wie sich Ihre Vorlesungen gestalten. Ist es Frontalunterricht mit vielen Mitstudierenden oder ist die Lehr-/Lernsituation privater und persönlicher, da die "Klassengröße" kleiner ist? Haben Sie die Möglichkeit zu den Sprechstunden der Sie prüfenden Dozenten zu gehen? Gibt es bei Ihnen Lerngruppen, denen Sie Sich anschließen?

Sonnige Grüße, Sandra[/quote




Hallo Sandra,
ich danke Ihnen sehr für Ihren Beitrag.
Ich studiere Pharmazie und die " Klassengröße" liegt im Durchschnitt bei ca. 70 Studierenden pro Semester. Ob dieser Dozent, bei dem ich die jetztige Prüfung habe, eine Sprechstunde hat, ist mir nicht bekannt. Einer Lerngruppe anschließen, kann ich mich leider nicht, da ich während des Studiums arbeiten muss.
Ihren Vergleich mit der Pflanze fand ich sehr anschaulich und er hat mir sehr gut gefallen. Ich hoffe, sie verstehen mich nicht falsch, wenn ich sage, dass die Aussage von Herrn Neffe das, was sie sagen nicht ausschließen muss. Denn ich habe die "Autosuggestion" angewendet und ich muss sagen, das sie wirklich hilfreich im alltäglichen Leben ist.
Besonders die Passage in seiner Antwort :
"Drum ist es wichtig, achtsam (suggestiv) zu wirken, und wahrzunehmen, "ob die Pflanze, Licht, Schatten, Wasser ..... braucht", und an der sorgfältig zu beobachtenden Wirkung auch etwas über sich selbst zu lernen. Da jeder in allem auch auf sich selbst wirkt,sollte die Selbstreflexion zu einer besseren Selbstkenntnis und zu mehr Einfluss auf sich selbst und darüber auch auf andere führen. Es ist allgemein vielzu wenig bekannt, wieviel der Mensch mit seinen Potentialen bei achtsamer Pflege und Stärkung erreichen kann,"
kann ich bestätigen, denn nachdem ich mir das Buch von Hr. Coue gekauft habe, habe ich wirklich angefangen auch viel über mich selbst zu lernen. Ich hatte tatsächlich verlernt bestimmte Dinge wahrzunehmen. Die Autosuggestion hat mir zwar im Alltag geholfen und auch in bestimmten Bereichen im Unileben, aber dennoch denke ich ist es nicht verkehrt auch eine andere Hilfestellung anzunehmen, die das alles ergänzt und vielleicht auch abrundet. Deshalb bin ich auch auf Ihre Antwort so gespannt!

@ Hr. Neffe:
Auch Ihnen gilt mein Dank. Wie sie vielleicht in meinem Beitrag gelesen haben, habe ich Ihren Ratschlag befolgt und habe mit der Autosuggestion gute und zufriedenstellende Ergebnisse erzielt. Es ist wirklich wahr, wir wissen nicht, wie stark das Unterbewußtsein sein kann. Es ist verblüffend, aber die Autosuggestion funktioniert.sie hat mich durch eine schwere Zeit gebracht und ich werde sie weiterhin nutzen und mit anderen Möglichkeiten kombinieren. (s.o)
Nochmals vielen Dank, dass Sie mich auf diese "Spur" gebracht haben...


Mit den allerbesten Wünschen
Stressfaktor



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